Der Orden der Hüter der heiligen Flamme

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 Betreff des Beitrags: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Di 22. Dez 2009, 20:31 
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Inn-Time Orga

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Es regnete und ein frischer kalter Wind machte das Wetter zusätzlich unangenehm.

Die weiten Grasebenen wogten im vom Winter kündenden aufkommenden Sturm. Die Berge waren von grauen tiefliegenden Wolken umhüllt und man konnte hoch oben bereits die ersten Schneeschauer ausmachen die sich wie ein weißes Leichentuch über die schroffen Flanken der großen Gebirgszüge legten.

Ein einsamer Karren zog durch dieses Hundewetter auf der langen ausgebauten Straße von Trutzzahn richtung Mittnachtwald. Langsam und knarrend zog der alte Ochse den rustikalen Planen Wagen. Die gestallt die in eine schwere dunkle Reiserobe gewandet war saß auf dem Bock des Wagens und hielt stoisch die Zügel des Gefährts.

Das sanfte klimpern einiger Dinge im Wagen mischte sich mit dem auftreffen der Regentropfen auf seinem Schwer das rostig und schartig neben der Gestallt lag.
Niemand war weit und breit zu sehen und langsam neigte sich der Tag der Dämmerung. Zusehens verschwamm der Horizont und der Weg zu einem Brei aus grau und erdigen Tönen.

Die Dämmerung schritt weiter fort und wich der Nacht die in den letzen Tagen immer früher begann. Der Winter hielt Einzug in Altansaar und mit ihm auch die Kälte die von einer harten Jahreszeit kündet.

Der Regen schwoll an und alsbald begann der Sturm der sich über den Nachmittag angekündigt hatte. Dicke tropfen prasselten herab hin und wieder mischte sich auch eine kleine Schneeflocke darunter. Kälte zog auf und die Gestallt schlang die Robe dichter an ihren Laib.

Eine dunkle stimme rasselte dumpf durch das Wettertreiben „Hurkas wie lange noch“ , „Herr ich kann den Wald schon am Horizont sehen wir müssen gleich da sein“ erwiedete eine hastig sprechende Stimme die das Dienen wohl schon seit langer Zeit kennen gelernt hat hurtig.


So zog der Karren weiter Richtung Mittnachtwald...

----

In Trutzzahn zur gleichen Zeit vor der Kammer des Truchsess.


„Halef hast du alle Fensterläden geschlossen wie ich es dir befohlen habe“ der Oberservant Olwaik bebte mit seinem grauen Schnauzbart und musterte den jungen Halef von oben bis unten.
„Ja Herr das hab ich“, „Hast du die Pferde versorgt“ erwiderte Olwaik „Ähm ja Herr aber gut dass ihr mich daran erinnert ich habe dort noch was liegen lassen“ und verschwand um die Ecke.

Der Sturm hatte auch Trutzzahn erfasst und zahlreichen dinge wirbelten auf der verlassenen und vom Regen leicht aufgeweichten Straße umher.

Olwaik klopfte an die Türe des Truchsesss „Herr?“ niemand antwortete. Als er eintrat fand er ein verlassenes Zimmer vor das noch nach Kerzenwachs roch. „Hm wird wohl beim Mahle sein“ und verließ das Zimmer wieder.
Er schritt mit scheppernden Schritt durch die langegezogenen Gänge der Feste grüßte hie und da einen Servanten oder Grenzreiter. Kurz vor der Messe der Templer hielt ihn eine heraneilende Wache auf.

„Oberservant Olwaik, Herr es kommen wieder Flüchtlinge Herr, die Scheunen und Höfe platzen aus allen nähten und sei dem nicht genug die Zwerge aus dem Mondschattenrücken sind eingetroffen mit der monatlichen Lieferung an Eisen und Edelmetallen. Kurz um Herr wir haben keinen Platz wohin mit ihnen“ der Servant wirkte genervt und obendrein war er patsch Nass. Ein leichter hauch von Wut lag in seinen Worten.

Er rieb sich das Kinn „Alfbert geh zurück zu den Toren lass allesamt ein stell ein einige Leute ab die die Flüchtlinge beaufsichtigen, bringt sie in den Sofres Tempel und verteil die übrigen auf die anderen Tempel. Die Zwerge bring hier her die Lieferung ebenfalls. Wie immer sollen sie ihre kostbare Fracht in das Zeughaus hier in der Feste bringen.“
Der Servant haute zackig die Hacken zusammen „Jawohl Herr Oberservant“ und drehte sich um.
„Ach und Alfbert, sollte sich einer der Tempelvorsteher mokieren lass ihn wissen das er hier auf elbischen Boden ist und somit es aufgetragen wurde obdach zu geben“
Alfbert drehte sich um „Mokiert Herr?“ , „Sich Aufregt“ meinte Olwaik naserümpfend „und jetzt ab“, „Ja Herr“ und verschwand.

Olwaik setzte zum zweiten mal an die Messe zu betreten als ein Diener an ihn herantrat „Herr Oberservant Olwaik“, meinte die ältere Dame. „Ja bei Sofres was ist denn“ Olwaiks stimme entgleiste, „Die oberen Fensterläden im Turm wurden nicht geschlossen alles ist Nass, das Bett des Herrn Truchsess, die Anrichte ja sogar der kleine Kartenraum ist nicht verschont geblieben, habt ihr nicht den jungen Halef beauftragt dies zu tun? Wisst ihr wie viel Arbeit ich nun habe ich möchte mich beschwe...“

„Hört gute Frau schnappt euch Halfe er ist im Stall er soll euch helfen..“ , „ Aber..“, „Kein aber geht ich habe nun wichtigeres zutun als Pfützen aufzutrocknen, guten Abend“
Und ließ die arme Frau mit einem ratlosen dann wütenden Ausdruck auf dem Gesicht stehen.

Er trat in die Messe. Einige der Templer als auch der Oberservanten waren gerade dabei ihr wohlverdientes Mahl zu sich zu nehmen. Er spähte durch den von Rundbögen gesäumten Raum. Die zahlreichen Öllampen spendeten ein wohliges Licht und der große offene Kamin in der Mitte dem gerade Holz zugelegt wurde wärmte den Raum auf eine angenehme Temperatur.

Der Truchsess war gerad dabei sein Mahl zu beenden und hielt sich zufrieden den Bauch.
Olwaik der in Kettenhemd und Kürass bewehrt war schritt auf den Truchsess zu. An dessen Tisch schlug sich der in die Jahre gekommene Haudegen auf die Brust.

„Tempelritter Torgar darf ich ein Wort an euch richten wir haben dringende Dinge zu besprechen die nicht aufgeschoben werden können.“


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 22. Dez 2009, 20:31 




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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Di 5. Jan 2010, 16:40 
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Inn-Time Orga
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"Sicher darfst du das Wort an mich richten Olwaik, aber zuerst wirst du diesen Brief noch zu Furion abschicken. Wenn du fertig bist treffen wir uns in meinem Arbeitszimmer."

Während er das sprach stand er auf und ging mit Olwaik an der Seite Richtung Tür, am Tisch der Servanten blieb er kurz stehen. "Balthasar wenn du fertig bist übernimmst du heute Nacht das Wachkommando im Tempel und schick Surim zu mir hoch sobald ihr fertig seit mit Essen."
Danach begab er sich auf sein Arbeitszimmer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Do 7. Jan 2010, 14:32 
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Als Surim hörte, dass er in das Arbeitszimmer des Truchsess kommen soll, sprang er auf und machte sich sogleich auf den Weg. Denn er wusste, dass der Truchsess nicht viel von warten hält, das hatte er schon zu oft gespürt.Vor dem Arbeitszimmer verharrte er noch einen Augenblick, bevor er an die schwere Holztür klopfte.

_________________
Das Schicksal ereilt uns oft auf den Wegen, die man eingeschlagen hat, um ihm zu entgehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Do 7. Jan 2010, 15:33 
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Inn-Time Orga

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„Jawohl“ bellte der alte Oberservant und nahm den Brief entgegen. Er eilte, seinem alter entsprechend, hinab zu der Unterkunft der Kundschafter und gab den Brief an einen der ausgeruhten Boten weiter. „Eile wie der Wind zum Turm und übergib den Brief des Tuchsess an den Grenzreiter, du kennst die Prozedur“

Hernach schritt er Richtung Arbeitszimmer. Surim war gerade im Begriff anzuklopfen. „Herein“ klang es von innen.

Olwaik trat mit Surim in die Stube des Truchsess welches noch etwas benetzt vom Regen und durch den Sturm durcheinandergewirbelt war.

„Herr es gibt ernste Nachrichten und auch Gute.“ Er machte eine kurze Pause „Ich beginne mit der Guten, also, die Zwerge aus dem Mondschatten bringen ihre Lieferung für dieses Monat, ich habe angeordnet die Erze wieder in das Zeughaus zu bringen und sie zu verköstigen. Seltsam ist nur das sie dieses Monat so früh dran sind , naja fleißiges Volk muss man zugeben“

Olwaik hustet sich auffällig in die Hand.

„Die schlechte mein Herr ist das noch mehr Flüchtlinge Altansaar und im speziellen Trutzzahn aufsuchen. Wir platzen bald aus allen nähten und sei dem nicht genug uns fehlen Nahrung und warme Bekleidung kurz um Herr wir sind nicht darauf vorbereitet.“

Er kramte in seiner Tasche und zog einen zerknitterten und mit eingetrocknetem Blut beschmierten Brief hervor der an der Seite leicht angerissen war.

„Dies hier mein Truchsess ist eine Botschaft aus Tel Altaan sie wurde von einem elbischen Grenzreiter überbracht der leider kurz darauf verschied. Er konnte sich nur noch an seinem Pferd festhalten und war der Ohnmacht nahe als wir ihn beim Weiler vor der Stadt gefunden haben. Es steckten drei Pfeile in seinem Rücken außerdem hatte er mehrer Schwertwunden davongetragen. Ein wunder das er mit diesen Verletzungen überhaupt soweit kam.“

Olwaik blickte mit finsterer Miene auf den Brief in seiner Hand. „Herr der Brief wurde von Furion geschrieben Sofres sei Dank ist der Brief nicht soweit geöffnet worden das man den Inhalt hätte lesen können“ dann übergab er den Brief an den Truchsess.

„Herr meine Späher haben um die Feste Vistass im Osten größere Truppenbewegung der geflügelten Klinge der Elben ausgemacht.“

Seine Mine verfinsterte sich nochmals und Besorgnis lag in seiner Stimme.

„Und Herr dem noch nicht genug es gibt immer mehr aufständische in den umliegenden Dörfer. Wie sollen wir vorgehen? Das Tor muss endlich aufgemacht werden Herr wir brauchen Nachschub und einige Gäste müssen hier unfreiwillig länger gastieren. Der Winter bricht an Herr und bald sind die Pässe für längere Zeit verschneit und ein weiterkommen unmöglich.“

„Weiters ist in der nähe des Dorfes Wellrum ein großes Erdbeben verzeichnet worden das wohl an die vierzig Bergarbeiter verschüttet hat. Ein Hilfstrupp aus Mühlheim das zum Großteil aus Milizen besteht hat sich bereits auf den Weg gemacht doch wird es wohl Baumaterial brauchen.“

„Herr wir mir scheint ist sehr viel im Gange und ich brauche Instruktionen wie ich vorgehen soll. Also dann gebt mir Order“


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Mo 11. Jan 2010, 23:02 
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Inn-Time Orga
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Torgar massierte sich die Schläfen während Olwaik berichtet, dankbar nahm er den die Pfeife entgegen die Surim währenddessen gestopft hatte.

„Gut, gut 1. ich inspiziere die Waren morgen Vormittag,
2. verkündet in den Dörfern, dass die Tore bis zum Frühjahr wieder offen sind oder der Truchsess selbst benutzt Furion als Ramme um sie aufzubrechen
3. bringt die Flüchtlinge derweil im Tempel unter und kauf die notwendigen Güter für ihre Versorgung bei den festsitzenden Händlern ein, dass wird sie etwas befrieden wenn sie nicht umsonst hier sind, außerdem versuch sie über den Winter in den besseren Schänken der Stadt unterzubringen, die Händler meine ich.
Was das Erdbeben angeht, hier die nötigen Papiere für den Zeugwart, er soll das Material ausgeben.
Jetzt der Brief.“

Kurz unterbricht der Truchsess das lesen, um über den Briefrand zu den Servanten zu sehen.

„Ihr dürft euch entfernen, beide.“


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Di 12. Jan 2010, 17:07 
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Inn-Time Orga

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Olwaik schlug die Hacken zackig zusammen und schlug sich die Hand auf die Brust. „Wie ihr wünscht Tempelritter“

Und ging Richtung Tür „Ab“ meinte er nur knapp zu Surim der hinter ihm stand und zeigte ihm die Türe.

Stille kehrte ein in die Kammer des Truchsess…

Der Brief ließ sich ob des eingetrockneten Blutes etwas schwere öffnen als man es gewohnt war. Torga zog den gefalteten Bogen Papier aus dem Umschlag worauf hin ein kleines Kärtchen auf den Tisch viel.

Der Brief wurde hastig geschrieben und einige Tintenkleckse und wackeligen Zeilen zeugten von der Eile des Schreibers.


Torgar

Sofortiger Aufbruch nach Wellrum, ausfindig machen und Exekution von Stadthalter Kosin Rett – Vorsicht Paktierer

Grenzenwachen von Wald um Vistas abziehen und nach Mittnachtswald bringen – sende Sofrespriester mit.

Hisse schwarze Fahnen in allen Städten und Dörfer auf Halbmast – ordne Trauermessen in Tempeln an

Mitglied der grauen Loge Tot – verkünden im ganzen Land.

Täusche deinen Aufbruch nach Lorit vor und begib dich zur Feste Mittnacht – nur mit wenigen Servanten aufbrechen – nur vertrauensvolle Männer.

Nicht mehr lange

Furion


Auf dem Kärtchen steht in wundervoll geschwungenen blauen Linien.

„Anna Gwest“


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Mi 13. Jan 2010, 22:46 
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Inn-Time Orga
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"Du solltest das mit dem Schwören wissen", murmelte Torgar vor sich hin als er das Kärtchen besah.

"Surim!!" tönte es bei der Kammer des Truchsess hinaus.
Als der Servant angelaufen kam und eintrat war Torgar schon dabei einige Dinge niederzuschreiben, auf dem Tisch saß ein aufgeschrecktes Eichhörnchen das laut vor sich her quiekt.
"Surim suche Klaus und sag ihm er soll Balthasar im Tempel ablösen, wir Reisen morgen nach Lorit und euer Zug kommt mit. Tagwache ist zur 5ten Stunde. Na los geh schon. Und Flon beruhig dich endlich, is eine Nuss, trink einen Schluck, ich weiß es ist Zeit für deine Winterruhe aber wir haben einiges zu tunund du musst mir hier auf die Stadt aufpassen und mir erzählen was los war wenn ich zurück bin."

Am nächsten morgen beim Frühstück übergibt der Tempelritter Olwaik einige Dokumte. "Also dieser hier ist für den Stadtrat, der geht an Leutnant Marlon, das hier sind die Verurteilungen die noch ausstehen, der Kerker muss ja auch wieder mal frei werden, der geht an Bruder Elrich, dies sind die Instruktionen für die Flüchtlinge,..."
Mit immer größer werdenden Augen begutachtet Olwaik den wachsenden Stapel Papier vor seinem Teller.
"Ja Herr werde sofort alles weiterleiten, müsst ihr wirklich so schnell aufbrechen?", stottert er halb kauend hervor.
"Wichtige Angelegenheiten erfordern meine Anwesenheit in Lorit und ich muss los solange die Pässe noch halbwegs passierbar sind. Sofres mit dir und ich erwarte Berichte wenn ich zurück bin."

Nach erfolgter Inspektion des Marschgepäcks und einiger Standpauken für die Servanten macht sich der Zug kurz nach Mittag auf gegen Westen Richtung Lorit, einige Kilometer von Turtzzahn entfernt in einem Wäldchen biegt er jedoch ab gegen Norden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Do 14. Jan 2010, 13:05 
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Inn-Time Orga

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Langsam polterte der Waagen weiter und alsbald zeichnete sich der Mittnachtwald am Horizont ab. „Herr wir sind gleich da „ quiekte es in den Planenwaagen hinein.

Der Wald war düster und der kleine Pfad der gerade soviel Platz bot das das Gefährt hindurch kam war durchnässt und matschig. Immer wieder musste sich der Ochse anstrengen um den Karren weiter durch den Dreck zu ziehen.

Bis auf das Geräusch des Karren und das schnauben des Ochsen war es sonderbar Still. Der eisige Griff des Winters hatte die Tiere in ihr Winterquartiere getrieben.

Der Pfad schlängelte sich immer tiefer in den Wald der immer dichter wurde. Unheimliche Fratzen bildeten sich in dem Bodennebel der durch das Dickicht wie Blut aus einer Wunde hervorquoll und umspielten alsbald die Räder des Karren.

Der Weg der ohnehin schon eng genug wurde verjüngte sich zusehends so dass die schwarzen Äste der Bäume an der Plane streiften und hin und wieder ein hässliches Geräusch von sich gaben.

„Herr ich denke es geht bald nicht mehr weiter, Herr.. der Weg er ist…“ kreischte der Fahrer.

„Denken? Wer hat dir erlaubt zu denken du Wicht, fahr weiter oder ich werde dich zum verbreitern des Weges nutzen. Und stör nicht meine Ruhe mit solchen Belanglosigkeiten“ rasselte es vom inneren der Plane.

„Ähm ja Herr natürlich Herr…Verzeihung Herr…soll..soll nicht wieder vorkommen Herr“

„RUHE! Du Idiot“

Der Waagen zog weiter und hin und wieder musste der Fahrer mit seinem schartigen Schwert Äste abschlagen die sich im Waagen verhedderten. Der Weg wurde zu einem Trampelpfad und der Ochse hatte seine größte Mühe das Gefährt weiter zu ziehen.

Plötzlich hinter einer Kurve war der Weg versperrt ein Baum der vom Sturm wohl umgerissen wurde lag zerborsten über den nunmehr kleinen Pfad.

„Her..Herr..ein Baum Herr!“ zitterte die ängstliche Stimme des Fahrers.

„Bäume im Wald? Wie seltsam? WAS ist nun schon wieder Narr“

„Ein Baum Herr, er versperrt den Weg..ich denke…ähm ich sehe es geht nicht mehr weiter“

„Sag mir siehst du ein kleines Käutzchen auf einen der Äste sitzen?“

Der Farher spähte unter seiner Kutte hervor und tatsächlich sah er einen kleinen Vogel auf dem Baum sitzen der das Gefährt beobachtet.

„Ja Herr ein Vo..Vogel Herr“ „Dann fahr weiter“ Befahl die dunkle Stimme aus dem Wagen „Immer noch der alte“ murmelte der Mann im Planenwagen.

Der Fahrer gab dem Ochsen die Peitsche und mit geschlossenen Augen fuhr er auf den Baum zu. Nach einigen Momenten wunderte sich jener das es nicht gerumpelt hatt denn der Ochse zog immer noch den Karrn.

Langsam öffnete er zuerst nur ein Auge um ungläubig auf eine Pflasterstraße zu blicken die genug Platz für zwei oder sogar 3 Kutschen bot. Nun öffnete er auch das zweite Auge und blickte auf den geraden Weg der in regelmäßigen Abständen von Fackeln erhellt wurde.

Nicht weit entfernt türmte sich eine Feste auf die mit mehreren Türmen bewährt war welche sich in den Himmel schraubten. Ein massiver Verteidigungsring an dem Zinnen angebracht waren die wie Zähne glichen.

Der Massive Burgfried der Hoch über den dicken Mauern thronte war aus schwarzem Stein geschnitten und zeugte von einer wehrhaften Anlage.

Die riesigen Fahnen Altansaars wehten in der sanften Briese als ein tiefer und langgezogener Hornstoß ertönte.

„Her..Herr ich denke wir sind da Herr!“ stotterte der mit großen Augen staunende Fahrer.

„Was haben wir über das Denken gelernt Hurkas? Fahr bist vor das Thor dann kündige mich an ich wünsche eine Audienz bei dem Fürsten“

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„Jawohl“ schallte Olwaik und betrachtet argwöhnisch den Stapel Papier vor ihm.
„Schon so gut wie erledigt Tempelritter, Sofres mit euch. Der Bericht wird bei eurer Rückkehr auf eurem Tisch warten“

Zackig verabschiedete er sich und machte sich auf den Weg die Post zu verteilen.

Am nächsten Morgen als der Truchsess gerade das Marschgepäck begutachtet und die obligatorische Standpauke abgehalten hatte trat er auf den Innehof der Festung hinauß und konnte bereits die schwarzen Fahnen über der Feste wehen sehen so wie er es beauftragte.

Nach dem man sich versammelt hatte und man nach Mittag aufbrach sah Torga die zahlreichen Flüchtlinge die sich in einer Schlange vor der Garnison der Templer versammelt hatten um die angeordnete warme Kleidung zu erhalten. Überall in der Stadt wurden schwarze Tücher aus den Fenstern gehängt und die Glocken der Tempel waren heute Still.

Kurz vor den Stadttoren konnte er eine kleine Gedenkprozession erblicken die vom Torantempel aus durch die Straßen wanderte.

Der Ritt war zu anfangs leicht doch gegen Nachmittag wurde das Wetter schlechter und es begann zu schneien. Der aufkommende Wind tat sein übriges die Reisegemeinschaft in tiefes Schweigen zu hüllen.

Der Weg in den Mittnachtwald würde noch etwa drei Tage dauern und so musst man halt in einem kleinen Weiler einige Stunden westlich von Hohengras machen. Die Nacht wurde immer wieder gestört durch das Heulen des Sturms welcher sich über den Nachmittag angekündigt hatte. Das Feuer wurde von Surim bewacht schließlich war es Winter und wenn man nicht erfrieren wollte war ein Feuer unverzichtbar. Außerdem hielt es wilde Tiere ab die in der kalten Jahreszeit nach dem spärlichen Futter suchten.

Der nächste Morgen war gekommen und allen steckte die Kälte der Nacht noch in den Gliedern. So machte man sich weiter auf den Weg abseits der Straßen um unentdeckt zur befohlenen Destination zu gelangen.

Es war gegen Nachmittag der von leichtem Regenschauer gepaart mit einigen Schneeflocken begann als Torga eine tiefe Spur in dem vom Regen aufgeweichten Boden entdeckte.

Torga konnte erkennen das es sich wohl um einen Wagen handelte der von einem großen Pferd oder Ochsen gezogen wurde. Die Spur verfolgte man den ganzen Tag da sie wie sie in den Mittnachtwald führte.

Eine weitere Nacht in der Kälte musste noch überstanden werden um tags darauf wieder weiter zu reisen.

Der Mittnachtwald der wie das Waldreich von Menschen nicht zu betreten war hob sich allmählich von der grauen Landschaft ab und dunkel wie eine Frontlinie zog sie sich in die Weite. Als man den Waldrand erreichte schein es als ob die Bäume mit ihren kahlen Ästen förmlich nach ihnen greifen wollten.

Torga zögerte nicht und setze einen Schritt nach dem Anderen in den Wald hinein. Die Spur des Wagens vom Vortage war nun wieder deutlich zu erkennen und so schritt man weiter auf dem Weg der von Schlamm regiert wurde.

Es mag einige Stunden des langsamen Reitens gedauert haben als sich plötzlich ein Gefühl über die Männer legte nicht mehr allein zu sein. Die Pferde wurden unruhig und instinktiv machten sich die Männer bereit.

Viele Geschichten lagen über dem Mittnachtwald die meist mit Ungeheuer oder Monster zu tun hatten. Die meisten endeten mit Leid und Tot und die anderen mit Verzweiflung und Hunger.

Kurz nach einer Kurve endete der Weg in ein Wirrwarr aus Dornenbüschen und großen Hecken. An einem weiterkommen war nicht zu denken. Die Stille des Waldes wurde schier unterbrochen als ein Kätzchen auf einem nahen Baum zwitscherte und die Gruppe begutachtet.

Eine weiterreise war nicht möglich soviel war Torga klar….


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Fr 15. Jan 2010, 18:33 
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Inn-Time Orga
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Genervt sah sich Torgar um, die Laune war ihm ins Gesicht geschrieben.

Nachdem er sich das Gestrüb näher besehen hatte ging er auf das Käutzchen zu das keine Anstalten machte davon zu fliegen.
"Elfen und ihre spielereien, kann es nicht einfach ein normales Tor sein", murmelte er vor sich hin und begann in seiner Tasche zu grammen.
Kurz darauf zog er das Kärtchen aus dem Brief heraus und lass die die zwei Worte vor.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ruhe vor dem Sturm
BeitragVerfasst: Mo 18. Jan 2010, 15:49 
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Inn-Time Orga

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Am Tor angelangt quiekte Hurkas mit seiner schrillen Stimme hinauf „Höret Höret seine Exzellenz Fürst Nuramond Khyr Marketaii Held der weite von Geluhn , Bezwinger der Orgenwahi, Heerführer von..“

„ES REICHT HURKAS“ schallte es von dem Planwagen.

„ähm ja… wünscht um eine Audienz bei eurem Herren Tyrsh Nar Marketaii“

Längere Zeit geschah nichts dann plötzlich öffnete sich das schwere Tor und ein Trupp von zwölf Elben in schweren Rüstungen und mit dem Wappenrock von Altansaar bewährt trat heraus.

In der Mitte des Empfangtrupps der nicht sonderlich einladend wirkte schritt eine Elbe welche ebenfalls in eine dicke Metallrüstung gehüllt war die jedoch ihre weiblichen Reize unterstrich. Mit fest zusammengebundenen Pferdeschwanz und einen wütenden Ausdruck auf den Gesicht schritt sie schnell auf den kleinen Wagen zu.

„Held der weite von Geluhn! SO SO.. Mistkerl wie lange wolltest du mich noch warten lassen. Komm heraus Feigling“ keifte sie und sah dabei Hurkas tief in die Augen welcher wiederum hastig versuchte beschäftigt zu wirken.

Ein scheppern von Metall war zu vernehmen das anschließend von schweren Schritten gefolgt wurde. Langsam tauchte der Fürst hinter dem Wagen auf und schritt an die keifende Frau heran.

Seine Statur war äußerst beeindruckend da sie fast zweieinhalb schritt hoch war. Die schwere Rüstung die aus schwarzem Metall zu bestehen schein tat ihr übriges. Jedoch das auffälligste an dem Hünen war der schwer Helm der wie ein Wolfskopf geformt war und man konnte die tiefen Atemzüge darunter vernehmen die rasselnd und schwer vibrierten.

Sein Schwert das er am Rücken führte und das ebenfalls am Rücken gegürtete Schild ließen keinen Zweifel dass der Hüne wohl ein erfahrener Kämpe war.

„Feigling! Kischa ich habe nie behauptet ein Held zu sein doch wenn man dazu gemacht wird würdest du widersprechen. Und was das Warten angeht ich sagte ich hätte noch einiges zu erledigen jetzt tu nicht so überrascht.“

Mit einem Ruck nahm er den Helm ab und seine langen schwarzen Haare vielen bis über die Schulter. Sein bleiches Gesicht und seine roten Augen glitten suchend über den Körper von Kischa.

„Außerdem bin ich nicht wegen DIR hier Kischa, ich muss zu meinen Bruder, er ist doch hier oder“

Kischas Mine verfinsterte und wenn Blicke töten könnten würde wohl der Hüne wie ein Sack zusammenfallen. „Ah der feine Herr ist also nicht wegen mir hier sonder will lieber seinen verschrobenen Bruder einen Besuch abstatten. Ach mach doch was du willst Nuramond.“

Und drehte am Absatz um und ging durch den Torbogen „Lasst ihn herein er ist unser Gast“ sagte sie halblaut mit einem sarkastischen Unterton zu den Wachen.

Der Fürst deutet Hurkas mit dem Wagen mit zu kommen und man trat auf den Innenhof der zwar Karg dafür aber praktisch eingerichtet war. Es gab mehrer Treppenaufgänge die auf die Hohen Mauern führten und ein weiteres großes Tor das mit einem Fallgitter gewappnet war das zum Burgfried führte.

Überall in der Anlage konnte man Wachen erblicken die allesamt mit schweren Rüstungen bewaffnet waren. An der linken Seite konnte Nuramond erkennen wie mehrer Soldaten gerade dabei waren einen Haufen von Schwertern zu polieren und neu zu schleifen während andere Rüstungen ausbesserten oder verstärkten. Es hatte den Anschein als ob man sich auf einen Kampf vorbereitete.

Unbeirrt davon schritt der Fürst gemeinsam mit Hurkas, der seinen Wagen in der nähe eines kleinen Verschlages abstellte, weiter Richtung Burgfried.

Hurkas viel auf das es keine „Bürger“ oder normales Volk hier gab nur Wachen und Soldaten sogar als sie im inneren des Burgfrieds einem Gemach zugeteilt bekamen sahen sie keine Bediensteten oder Personal die eben zum erhalt einer Feste benötigt werden.

Als die beiden allein auf ihrem Zimmer waren half Hurkas dem Fürst aus der schweren Rüstung. Zwar hatte er diese Prozedur schon oft durchgeführt jedoch war es für seine gebrechliche Gestallt immer wieder eine große Anstrengung die immer wieder für ächzen oder stöhnen sorgte.

„Herr..Ähm warum sind hier keine normalen Leute..es gibt hier nur Soldaten?“ meinte er zitternd. „Mein Bruder hält nicht viel von Dienern, was wiederum ein Teil mehr ist in dem wir uns unterscheiden.“

Etwas später, der Fürst hatte sich gerade angekleidet, klopfte es an der Türe und ein Soldat trat herein „Fürst Marketaii wird euch nun empfangen Herr“ und wartete das sich Nuramond erhob.

Die zahlreichen Bilder und Wandteppiche in der Feste zeigten meist alte Helden oder glorreiche Schlachten der elbischen Geschichte doch Nuramond schritt ohne sie eines Blickes zu würdigen an ihnen vorüber.

Die düsteren Gänge welche meist mit makaberen dingen geschmückt waren ließen Hurkas innerlich erschaudern. Hin und wieder sah man aus dem Stein gemeißelte Schädel die grinsend von Torbögen oder Simsen lächelten. Wolfsskulpturen die greifend nach den Gästen ihre Pranken ausfuhren sowie Feuerkörbe die mit verzogenen Fratzen versehen waren.

Als man durch die verwinkelten Gänge endlich auf den Hauptgang gelangte verschlug es Hurkas schier die Sprache.

Ein großes schwarzes Tor welches mit einem Schlachtszenario verziert wurde strahlte eine sonderbare Kälte aus. Jeweils an beiden Seiten des Tores standen zwei Wachen die wie Statuen still da standen. Mehrer Rüstungen säumten den langen Weg bis hin zum Tor. An den Sockeln der Rüstungen waren Inschriften angebracht welche wohl die Namen der Träger waren.

Kurz vor dem erreichen des Tores ging jenes unter lautem knacken und knarren auf und gab den Blick auf einen kleinen Thronsaal frei.

Der Kreisrunde Raum der mit einigen dicken Säulen versehen war beherbergte neben einer großen Feuerschale die in der Mitte des Raumes vor sich hin prasselte einen großen Sockel auf dem eine vollkommen weiße Statue stand die sich damit deutlich von der sonst düsteren Umgebung abhob.

Auf einem kleinen Treppchen das sich zum Thron hinauf schwang lag ein dunkelroter Teppich. Der Thron selbst war ebenfalls aus schwarzen Stein und die Gestallt die auf ihm saß blickte mit fester Mine auf die Ankömmlinge.

Ebenfalls in einer dunklen Rüstung die mit zahlreichen dunkelgrünen Bändern verziert wurde Thronte der Fürst Tyrsh Nar Marketaii der Feste auf selbigen. Seine langen grauen Haare fielen ihm weit über die Brust hinab und mit seinen bleichen Gesicht und den roten Augen stand er seinem Bruder im nichts nach was schaudernde Präsenz angeht.

Gelangweilt stütze er sich auf seine linke ab und deutete auf seinen Bruder.

„Was bei den Göttern bring dich hier her“ langsam und müde wirkte seine Stimme und noch bevor Nuramond antworten konnte zerschnitt die spitze Zunge Kischa`s die Stille während sie hinter dem Thron auftauchte und ihre rechte auf die Schulter des Fürsten legte.

„Einen Gefallen, Zuwendungen materieller Natur, Langeweile oder einfach nur Hohn etwas davon ist sicherlich dabei was er begeht“

Nuramond schmunzelte und winkte ab „Nichts der gleichen meine Besuch ist erfreulicher Natur, und so wie ich das sehe hab ihr nun endlich zueinander gefunden, schön“ er schnippte kurz worauf hin Hurkas hinter dem Rücken seines Herren hervortrat „Das Bündel Herr?“

Nuramond verdrehte die Augen „JA das Bündel du Wicht“ und wandte sich an die beiden oben am Thron „Pesonal..es ist so schwer gutes zu finden…“ während dessen mühte sich Hurkas ab sich an die höfischen Sitten zu erinnern und stolperte mehr die Treppen hinauf.

Er übergab dem Fürsten ein in Leinen eingewickeltes Bündel das als er es in die Hand nahm nach Metall klang.


Tyrsh Nar blickte seinen Bruder eindringlich an und wog das Bündel in seiner rechten „Was bringst du mir für gute Nachrichten Bruderherz“ vor allem das letze Wort spie er förmlich heraus.

„Sie doch selbst nach und erfreue dich“ mit einem gehässigen Lächeln blickte Nuramond zu seinem Bruder.

Tyrsh Nar wickelte langsam das Bündel aus und es kam ein zerbrochenes Schwert zum Vorschein das in viele Teile zersprungen war. Kurz darauf bildete sich ein leichtes lächeln auf seiner ansonsten versteinerten Miene und er erhob sich.

Das lächeln wurde breiter und steigerte sich zu einem wahren lachen bis schließlich auch Nuramond mit einstimmte und die beiden über alle maßen lauthals zu Lachen begannen.

Kischa welche neben den Thron stand wusste nicht wie ihr geschiet noch nie hatte sie einen der beiden so zügellos gesehen und stand verwirrt neben den beiden.

„Nuramond mein Bruder komm zu mir“ und schritt von seinem Thron hinab. Die beiden Umarmten sich und Tyrsh Nar hielt seines Bruders arme fest „Wie hast du das zuwege gebracht.“

Immer noch lachend antwortete Nuramond „Zahllose Stunden des planes und etwas Glück, ließen das Herz unseres Vaters endlich zum stillstand bringen“

Nuramond verbeugte sich vor seinem Bruder „Als erstgeborener sollst du die Andenken unseres Vaters in Händen…in deiner Sammlung tragen. Der Fluch ist endlich vorbei Bruder wir sind frei, frei wie der Wind lass uns gemeinsam wieder auf die Jagdt gehen. Ich möchte den Norden endlich sehen oder die goldenen Flüsse von Samia. Lass uns reisen lass all das hier hinter dich und begleite mich Bruder wie einst!“

Die Euphorie von Tyrsh Nar sank abrupt „Höre Bruder sehr verlockend ist dein Angebot doch ich kann nicht, du weißt das ich hier her kam und Asyl fand. Ich schwor meine Treue dem Ahaikion welcher mich mit offenen armen aufgenommen hatte trotz unseres Fluches. Und gerade jetzt werde ich gebraucht Nuramond.“

Er drehte sich um und blickte auf Kischa, „Ich habe eine Aufgabe und ich erwarte Besuch ich muss in den Osten ziehn um das Chaos dort zu bekämpfen die die bedrohnt die mir Obdach gewährten.“

Nuramond knurrte „Asyl, Obdach.. du klingst wie ein Strassenköter und nicht wie ein Marketaii. Aber ich will versuchen dich zu verstehen und so werde ich dich begleiten immerhin will ich nicht das du die soeben erlangte Freiheit durch einen falschen Schwerthieb wieder verlierst“

Hurkas inzwischen blickte zwischen den beiden Brüdern hin und her und als das Wort „Chaos“ und „Begleiten“ viel wurde er panisch „Ähm Herr..ich denk…glaube das ihr mich ja nicht braucht ich werde wohl nur im Weg sein..Herr“

„Ach wo her Hurkas ich brauche einen Diener wer soll mir denn meine Rüstung ankleiden, nein du kommst mit „ mit einer gewissen Scherzhaftigkeit lächelte er auf Hurkas.

„Also dann Bruder auf wen wartest du?“ und blickte fragend auf Tyrsh Nar.
„Ein Templer namens Torgar wurde hier her beordert er müsste in einigen Tagen hier eintreffen“, „Templer aha also ein Mensch“ meinte Nuramond spöttisch. „Wir werden ja sehen, erzähl mir von dir und Kischa…“

--------------------------------------------------------------------------------

Als Torga die Worte sprach löste sich wie in einem Traum die Barrikade vor ihm auf und die Illusion kam zum erliegen.

Plötzlich fanden sich die drei auf einer gepflasterten Straße wieder und sahen schon in einiger Entfernung die große Feste des Mittnachtwaldes.

Als sie näher Schritten ertönte ein tiefer und langgezogener Hornstoss und mehrer Wachen die die Mauern bemannten.


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